Grossmann, Kurt (Demokr. Flüchtlingsfürsorge, Emigration, Wiedergutm.)

Identifier
ED 201
Language of Description
German
Level of Description
Series
Source
EHRI Partner

Biographical History

Der Publizist Kurt R. Grossmann, geboren 1887 in Berlin, von 1926-1933 Generalsekretär der Deutschen Liga für Menschenrechte (DLM), war nach seiner Emigration von 1933 bis 1939 Direktor der Demokratischen Flüchtlingsfürsorge in Prag und Paris und Exekutivsekretär des Comité Nationale Tchécho-Slovaque pour les Réfugies provenant d'Allegmagne, das der Koordinierung in der Vertretung der Ansprüche verschiedener Flüchtlingskomitees gegenüber den Aufnahmeländern und dem Völkerbund dienen sollte. Daneben betätigte er sich in der Exilorganisation der DLM, die schon im Frühjahr 1933 Zentralen in Strassburg, Paris, Prag und London errichtet hatte. Von 1940 bis 1942 war Grossmann Reiseagent amerikanischer Firmen. In dieser Zeit beschäftigte er sich in einem Kreis bürgerlicher und sozialdemokratischer Emigranten in New York mit Plänen für eine deutsche Friedensordnung. Die dabei entstandenen Schriftstücke bilden den Hauptteil der Sammlung ED 201/1. Die unter dieser Signatur verzeichneten Schriftstücke, Zeitschriften und Zeitungsausschnitte hat Grossmann im Frühjahr 1967 der Deutschen Bibliothek, Frankfurt am Main, Abteilung Exil-Literatur, zur Anfertigung von Kopien für die DB und das IfZ überlassen. Die Kopien wurden im IfZ nach sachlicher Zusammengehörigkeit in Gruppen geordnet.Kurt Grossmann starb am 02. März 1972.

Scope and Content

Hauptteil der Sammlung ED 201/1-6 sind Schriftstücke (Korrespondenz, Denkschriften, Rundschreiben, Berichte, Protokolle) zur Tätigkeit der Demokratischen Flüchtlingsfürsorge in Prag, Paris und London von 1933-1940. Darüber hinaus hat Grossmann Unterlagen (Zeitungsausschnitte, Manuskripte, Korrespondenz) zu sozialen und politischen Problemen der Emigration, insbesondere der Flüchtlingspolitik der Aufnahmeländer und der internationalen Organisationen, gesammelt, darunter zahlreiche eigene Arbeiten. Die Sammlung wurde im Juli 1970 vom Archiv des Instituts für Zeitgeschichte im Original erworben (Archiv-Signatur A V/1 (SE)).