Dickopf, Paul

Identifier
N 1265
Language of Description
German
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Nachlässe

69 Aufbewahrungseinheiten

2,0 laufende Meter

Creator(s)

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

Der Nachlass von Paulinus Dickopf kam in zwei Abgaben im Oktober 1977 und im April 1978 in das Bundesarchiv, und zwar über das Bundeskriminalamt. Bei dieser Zwischenstation wurden amtliche Vorgänge aus dem Nachlass in die Dienstregistratur des BKA re-integriert.

Für die 13 formierten Bände der ersten Abgabe wurde 1977 ein vorläufiges Verzeichnis erstellt (s. Konkordanz). Die zweite Abgabe befand sich in einem unbeschreiblichen Durcheinander. In Hunderten von Umlaufmappen lagen Briefe, Notizen, Vermerke ohne Zusammenhang. Ein System der Ablage war nicht erkennbar.

Bei der endgültigen Verzeichnung des Nachlasses müssen insbesondere die Korrespondenzen, die jetzt sehr grob in privat, privatdienstlich, BKA und Interpol unterteilt wurden, besser formiert werden. Tagebuchartige Aufzeichnungen Dickopfs, die Vertreter des BKA im Nachlass vermuten und erfolglos suchten, ließen sich nicht ermitteln. Lediglich zwei Umhüllungen mit der Beschriftung "Tagebuch Schweiz 26. IV. 46 - 10. I. 47" (ein Blatt Inhalt) und "Tagebuch Deutschland ab 10. I. 47." (leer) belegen, dass ein Tagebuch zumindest für diese Zeit existiert haben muss.

Die im Anschluss an die 69 vorläufig verzeichneten Bände gelagerten Zeitungsausschnitte (teilweise Kopien), Druckschriften und Hunderte von leider meist unbeschrifteten Fotos (am 5. 9. 1985 III 4 übergeben) sind teils zu kassieren, teils an die zuständigen Referate abzugeben. Bereits kassiert wurden große Mengen von Prospekten und Reiseunterlagen zu den Interpol-Tagungen sowie zahlreiche Doppelstücke der Unterlagen zur Gründung und Vorgeschichte des BKA.

Koblenz, im Juli 1983 (Loenartz)

Lebensdaten

9.61910 geboren in Müschenbach, Oberwesterwald

1928 Abitur, anschließend Studium der Natur-, später der Rechtswissenschaft

1934-1935 freiwilliger Wehrdienst

1.6.1937 Anwärter für den leitenden Kriminaldienst

Juni 1939 Kriminalkommissar-Prüfung,

anschl. Leiter des kriminalpolizeilichen Erkennungsdienstes für Baden in Karlsruhe

Okt. 1939 Leiter der kriminalpolizeilichen Verbindungsstelle beim Wehrkreiskommando in Stuttgart Herbst 1942 Flucht nach Brüssel und

Juli 1943 über Frankreich in die Schweiz

Aug.-Nov.1944 Inhaftierung in Bern

1945, 1946 Aufenthalte in Deutschland

10.2.1947 endgültige Rückkehr nach Deutschland

15.5.1950 Einstellung beim Bundesministerium des Innern als Regierungs- und Kriminalrat

Juni 1952 Chef des deutschen Zentralbüros der Interpol

2.11.1952 Versetzung zum Bundeskriminalamt - Ständiger Vertreter des Präsidenten

19.1.1965 Präsident des Bundeskriminalamtes

Okt. 1968 Präsident der Interpol bis Herbst 1972

1.7.1971 Verabschiedung aus dem Dienst

19.9.1973 in Bonn gestorben

Bestandsbeschreibung

Korrespondenzen, Persönliches, Ausarbeitungen etc.

Zitierweise

BArch N 1265/...

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