Marinestation der Ostsee der Preußischen Marine und Kaiserlichen Marine

Identifier
RM 31
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1846 - 31 Dec 1979
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Schriftgut

2473 Aufbewahrungseinheiten

145,4 laufende Meter

Creator(s)

Biographical History

Geschichte des Bestandsbildners

Die 1853 als Marine-Stations-Kommando in Danzig errichtete Marinestation der Ostsee wurde 1865 nach Kiel verlegt. Der Stationschef hatte territoriale Befehlsbefugnisse über alle in seinem Bereich vorhandenen Marinebehörden und Marineteile. Im Gebiet des Reichskriegshafens Kiel hatte er Rechte und Pflichten eines Festungskommandanten. Das Stationskommando bearbeitete auch die Personalien aller zugewiesenen Soldaten. Im Juni 1935 erhielt der Stationschef die Dienstbezeichnung Kommandierender Admiral der Marinestation der Ostsee. Am 1.2.1943 wurde das Stationskommando in Marineoberkommando Ostsee (MOK Ost), der Kommandierende Admiral in Oberbefehlshaber Ostsee umbenannt, zu dessen Oberverwaltungsstab ab 1.7.1943 auch die Mariineintendantur Kiel gehörte.

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

Die 1853 als Marine-Stations-Kommando in Danzig errichtete Marinestation der Ostsee wurde 1865 nach Kiel verlegt. Der Stationschef hatte territoriale Befehlsbefugnisse über alle in seinem Bereich vorhandenen Marinebehörden und Marineteile. Im Gebiet des Reichskriegshafens Kiel hatte er Rechte und Pflichten eines Festungskommandanten.

Im Juni 1935 erhielt der Stationschef die Dienstbezeichnung Kommandierender Admiral der Marinestation der Ostsee. Am 1.2.1943 wurde das Stationskommando in Marineoberkommando Ostsee (MOK Ost), der Kommandierende Admiral in Oberbefehlshaber Ostsee umbenannt, zu dessen Oberverwaltungsstab ab 1.7.1943 auch die Marineintendantur Kiel gehörte. Im Laufe des Krieges erweiterte sich der ursprüngliche Befehlsbereich. Mit dem Polenfeldzug traten auch Gotenhafen und das Gebiet des Korridors um Danzig zum Befehlsbereich, mit dem Unternehmen "Weserübung" dann auch noch die dänische Ost- und Nordküste. Mit dem Rußlandfeldzug kamen weiterhin das Baltikum und Nordrußland, soweit von deutschen Truppen besetzt, hinzu. Zu den Aufgaben der Marinestation gehörten vorrangig: aktiver und passiver Küstenschutz im Bereich; Leitung der Ausbildung und des Dienstbetriebes der unterstellten Marineteile und Behörden an Bord und an Land; Leitung der Personalwirtschaft der Marineteile im Stationsbereich; Leitung des militärischen Nachrichtendienstes sowie Ausgestaltung und Erhaltung des Nachrichtennetzes; Bereitstellung und Belegung von Kasernen und Unterkünften; Regelung des Hafenpolizeidienstes im jeweiligen Reichskriegshafen; Leitung des Küstenschutzes und Küstenverteidigung sowie des Überwachungs- und Nachrichtendienstes im Kriege.

Bestandsbeschreibung

Aus der Zeit bis 1918 ist der organisatorische Bereich, auch der meisten Unterbehörden, deren Registraturgut vernichtet worden ist, gut belegt. Besonderer Wert kommt den Kriegsakten der Station aus dem Ersten Weltkrieg zu. Sie enthalten ca. 800 Bände zu folgenden Sachgebieten: Kriegsleistungsgesetz, Hinterbliebenenversorgung, Rohstoffbewirtschaftung, Presseangelegenheiten, Vaterländischer Hilfsdienst, Internierte und Kriegsgefangene, Rotes Kreuz, Arbeiterfragen.

Zitierweise

BArch RM 31/...

Related Units of Description

  • Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv

  • RM 131 (Marinestation der Ostsee der Reichsmarine und Kriegsmarine)

  • Literatur

  • Güth, Rolf: Die Marine des deutschen Reiches 1919-1939. Frankfurt 1972.

  • Hubatsch, Walter: Der Admiralstab und die obersten Marinebehörden in Deutschland 1848-1945. Frankfurt 1958.

  • Müller, Wolfgang: Kriegsschauplatz Ostsee 1919 - 1945: Reorganisation und Aufbau der deutschen Seestreitkräfte. 2 Bände. Martenshagen 2011.

  • Rackwitz, Martin: Kiel 1918. Revolution - Aufbruch zur Demokratie und Republik. Kiel 2018.

  • Franken, Klaus (Hrsg.): Admiral Gustav Bachmann. Lebenserinnerungen und Tagebuch 1915. (Schriften zur Marinegeschichte Band 3). Paderborn 2022.

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