1. Kavallerie-Division

Identifier
RH 29-1
Language of Description
German
Level of Description
Fonds
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

68 AE2,0 lfm

Schriftgut

Biographical History

Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", 14 Bde. (Bd. 2, Seite 35-36),Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.

  1. Kavallerie-Brigade

(WK I, Reiter-Ersatz-Rgt. 1, Angerburg)

*1.Okt. 1934 als 5. Reiter-Brigade, getarnt als Kavallerie-Kommando Insterburg; 1.Apr. 1936 blieb als einzige Reiter-Brigade bestehen als 1. Kavallerie-Brigade, 1.Aug.1939 mobil mit

Reiter-Rgt. 1 Insterburg: 1.-5. Schwadron

Reiter-Rgt. 2 Angerburg:1.-5. Schwadron

Radfahr-Abt. 1 Tilsit

Reit. Artillerie-Abt. 1 (1.-3. Batterie)

Brigade-Einheiten 40

  1. Kavallerie-Division

  2. Okt. 1939 umbenannt in 1. Kavallerie-Div. und verstärkt durch die am 7.Dez. aufgestellte Reiter-Brigade 2 mit

Reiter-Rgt. 21: I 1-5, II 6-10 aus den Aufklärungs-Abt. 8, 28, 162; 7,54, 14

Reiter-Rgt. 22: I 1-5,II 6-10 aus den Aufklärungs-Abt. 3, 17, 173; 21, 30, 156

Reit. Artillerie-Abt. 2 (1.-3. Batterie) und Stab Reit. Artillerie-Rgt. 202

14.Feb.1940 wird die Div. umgegliedert, II/21 aufgelöst und dadurch die drei andern Regimenter auf gleiche Stärke gebracht. (Zwei Abt. zu je vier Schwadronen, 9. s. IG- und 10. Stabs-Schwadron)

Reiter-Brigade (aus 2) seit 2. 4. 1941 Reiter-Brigade 1)

Reiter-Rgt. 1: I., II.

Reiter-Rgt. 2: I., II.

Reiter-Rgt.22: I., II.

Kavallerie-Rgt. 21 (1.-5. Schwadron)

Radfahr-Abt. 1 (s. 1941 mit 5. BegI.Bttr.)

Reit. Artillerie-Rgt. 1 (aus Stab 202, Reit. Artillerie-Abt. 1 und 2) I., II. dazu Herbst 1940 III. (schw.) Abt.

Div.Einheiten 40 (Kav. Nachr.Abt. 86)

Am 28. Nov. 1941 wird die Division unter Verwendung sämtlicher Einheiten in die

  1. Panzer-Div. umbenannt und umgegliedert.

Unterstellung:

a) als 1. Kav.Brig.

1939

Sept. z. Vfg.; 3. Armee; HGr. Nord; Osten; Ostpreußen, Polen

Dez. : z. Vfg. HGr. "B"; Westen; Niederrhein

b) als 1. Kav.Div.

1940

Jan./Mai: z. Vfg.; 18. Armee; HGr. „B"; Westen; Niederrhein

Juni: XXXVIII. AK.; 4. Armee, HGr. "B"; Westen; Somme-Loire

Juli: VIII AK.; 7. Armee " HGr B"; Westen; Kanalküste

Aug.: I. AK.; 7. Armee; HGr "B"; Westen; Atlantikküste

Sept./Dez.: XXXXIV AK.; 4. Armee; HGr "S"; Osten; Generalgouvernement

1941

Jan./Mai: XXXXIV AK.; 4. Armee; HGr „B"; Osten; Generalgouvernement

Juni: XXIV AK.; 2. Pz.Gru; HGr. Mitte; Osten; Minsk

Juli: z. Vfg.; 2. PzGru; HGr. Mitte; Osten

Aug.: XIII AK.; 2. Armee; HGr. Mitte; Osten; Gomel, Kiew

Sept.: z. Vfg.; 2. Pz.Gru ; HGr. Mitte, Osten

Okt.: XXXV. AK.; 2. Pz.Gru; HGr. Mitte; Osten; Brjansk

Nov.: z. Vfg.; HGr. Mitte; Osten

Dez.: BdE im Wehrkreis I; Heimat; Ostpreußen

Archival History

Wie die Kriegstagebücher aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres auch, waren die Kriegstagebücher der Kavallerie-Divisionen vom Mobilmachungstag an (26.8.1939) dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (sog. "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass Kriegstagebücher von Divisionen noch bis Anfang oder Mitte 1944 beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind Divisions-Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr an die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert worden und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 verlorengegangen. Weitere Lücken - die nur zum Teil durch E = Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben. Sonst aber sind die Liegnitzer Divisionsbestände vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen gelangt, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.

Die Kriegstagebücher der 1., 3. und 4. Kavallerie-Division wurden im September 1962 zurückgegeben.

In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Kavallerie-Divisionen wie folgt erfasst:

  • Guide Nr. 41: Divisionen 1, 3, 4 (Nachträge in Nr. 63)

  • Guide Nr. 63: Nachträge Div. 1, 3, 4.

Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95-98% der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:

  • Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,

  • Einzelakten aus anderen der in den USA z.T. unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),

  • Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die - Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".

Aus den Vorkriegsjahren sind praktisch keine Unterlagen vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.

Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:

  • "Stammtafeln" (mit organisationsgeschichtlichen Angaben - auch zu den Divisionseinheiten)

  • Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)

  • Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)

  • IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)

  • Ib (Quartiermeister) - mit den Unterabteilungen:

III (Div. Gericht)

IVa (Intendant)

IVb (Div. Arzt)

IVc (Div. Veterinär)

IVd ev./kath. (Div. Geistliche)

  • Kommandant des Divisions-Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)

  • Sonstige Unterlagen.

Scope and Content

Ia: Kriegstagebuch von Mitte Aug. 1940 (Anlagen ab Juni 1940) bis Apr. 1942 sowie Einsatzberichte über den Pollen- und Westfeldzug.

Ib: Kriegstagebuch von Mitte Jan. bis Nov. 1939, Mitte Mai bis Anfang Juli 1940 und Nov. 1940 bis Apr. 1942.

Ic: Tätigkeitsbericht von Ende Mai bis Anfang Juni 1941.

IIa: Tätigkeitsbericht von Juni 1941 und von Nov. 1941 bis Apr. 1942.

Related Units of Description

  • RH 27-24 24. Panzer-Division

  • RH 7 OKH/Heerespersonalamt, Verleihungslisten KVK und EK

  • RH 40 Verbände und Einheiten der Kavallerie des Heeres

  • MSG 2 Militärgeschichtliche Sammlung, MSG 2/11528

  • MSG 3 Sammlung von Verbandsdruckgut, Mitteilungsblatt „Der springende Reiter")

  • Hingewiesen sei noch auf die Erkennungsmarken-Verzeichnisse und Verlustlisten (Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin).

Sources

  • RHD 64

  • Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 41 und 63.

  • Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.

  • Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.

Process Info

  • Findbuch

  • Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Günthner). Das hieraus im April 1984 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 überarbeitet.

  • this fonds was selected by EHRI from their holding guide, based on date range and subject

  • Bundesarchiv

This description is derived directly from structured data provided to EHRI by a partner institution. This collection holding institution considers this description as an accurate reflection of the archival holdings to which it refers at the moment of data transfer.