388. Feldausbildungs-Division

Identifier
RH 26-388
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1942 - 31 Dec 1944
Level of Description
Fonds
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

7 AE0,2 lfm

Schriftgut

Biographical History

Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. X, S. 50, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.

  1. (Feldausbildungs-)Division

(WK I, E 492 Schröttersburg, 1944 Marienburg)

  • 9.9.1942 als Feldausbildungs-Division für die Hgr. Nord in Rußland; Stab aus WK I, die beiden Rgter. aus WK VIII und II, Auffüllung im Felde durch Reichsarbeitsdienst des Jahrganges 1924:

Inf. (Feldausb.) Rgt. 639 I.-III. aus WK VIII (Breslau)

Inf. (Feldausb.) Rgt. 640 I.-III. aus WK II (Stettin)

(Keine Artillerie und Divisionstruppen).

Mit Befehl vom 3.12.1943 war die Division, durch Hgr. Nord bis zum 1.4.1944 auszubauen; geplant waren die Feldausb. Rgter. A - C (388. Feldausb. Div.), für die drei Pz. Jg. Kpn. schon Fp. Nummern erhielten, die aber sofort wieder gelöscht wurden, und ein durch die beiden alten Rgter. am 10.1.1944 errichtetes Feldausb. Rgt. "D". Dieses wurde am 5.2.1944 von vier auf drei Btle. umgegliedert und am 12.3.1944 auf die bestehen gebliebenen Gren. (Feldausb.) Rgter. 639 (I.) und 640 (II., III.) verteilt. Diese gaben das II./639 und III./640 an die 61. Inf. Div. und das II./640 an die 126. Inf. Div. ab. Die beabsichtigte Verstärkung der Division wurde also nicht durchgeführt. Von der 391. Feldausb. Div. trat am 15.3.1944 das Gren. Feldausb. Btl. 391 zur 388. Feldausb. Div., die 19.5.1944 in Feldausb. Div. Nord umbenannt wurde.

Unterstellung:

1942

Okt./Dez.: OKH bei HGr. Nord; Osten

1943

Jan./Dez.: OKH bei HGr. Nord; Osten

1944

Jan./Mai: OKH bei HGr. Nord; Osten

Archival History

Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Aus diesen erhalten gebliebenen Verzeichnissen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 KTB von Divisionen eingereicht, diese jedoch nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet wurden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, entstanden bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Ib-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 an das Bundesarchiv-Militärarchiv abgegeben wurden. Dieses Aktenmaterial wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Studiengruppe der US-Historical-Division.

Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Fällen in größerem Umfang überliefert, nämlich für die 7., 10., und 17. Infanterie-Division, die alle drei im Wehrkreis VII (München) bzw. im 1937 eingerichteten Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet waren.

Scope and Content

Kriegstagebücher oder Tätigkeitsberichte der AbtIb, Ic und IIa sind nicht überliefert, nur das Kriegstagebuch der Abt. Ia von Mitte Sept. 1942 bis Mitte März 1944

Related Units of Description

  • RH 7 OKH/Heerespersonalamt, Verleihungslisten EK

  • PERS 15 Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht

  • Hingewiesen sei noch auf die Erkennungsmarken-Verzeichnisse und Verlustlisten (Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin).

Sources

  • RHD 62

  • Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 74

  • Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.

  • Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.

Process Info

  • Findbuch

  • Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Ganser). Das hieraus im April 1988 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 überarbeitet.

  • this fonds was selected by EHRI from their holding guide, based on date range and subject

  • Bundesarchiv