294. Infanterie-Division

Identifier
RH 26-294
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1940 - 31 Dec 1944
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Schriftgut

108 Aufbewahrungseinheiten

3,6 laufende Meter

Creator(s)

Biographical History

Geschichte des Bestandsbildners

Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. IX, S. 43-44, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.

  1. Infanterie-Division

(WK IV, E 11 Leipzig; 1. 12. 1940 E 514 Dresden)

      1. 1940 als Division 8. Welle im Raum Döbeln(?), WK IV, aus drei Btlen. erster Welle, zwei Btlen. zweiter und einem Btl. vierter Welle:

Inf. Rgt. 513 I.-III. aus Stab IR 52 Leitmeritz, II./52 Tetschen (4. ID) und II./192 Kamenz (56. ID)

Inf. Rgt. 514 I.-III. aus II./101 Oschatz (14. ID) und II./173 Naumburg (87. ID)

Inf. Rgt. 515 I.-III. aus II./31 Zwickau (24. ID) und II./465 Königsbrück (255. ID)

Art. Rgt. 294 I.-IV. aus den Abt. Stäben II./4, III./14, II./24 und III./255 und sieben einzelnen Batterien

Div. Einheiten 294.

Am 15. 10. 1940 gab die Division ein Drittel zur Aufstellung der 304. Inf. Div. (13. Welle) ab, darunter Stab/IR 515 (als 574) und die Btle. III./513, III./514 und III./515 (als I./574, III./575, III./574) sowie die III./Art. Rgt. 294 mit 2. und 5. Bttr.; die Abgaben wurden ersetzt.

Am 16. 1. 1942 wurde das III./514 durch das I./327 der 239. Inf. Div. ersetzt und der Div. Stab durch den Stab der 239. ID ergänzt; am 2. 11. 1943 wurden die Btle. II., III./513, I., III./514 und III./515 sowie der Stab/Gren. Rgt. 515 aufgelöst; I./515 wurde I./514 und II./515 wurde II./513. Dafür trat aus der aufgelösten 333. Inf. Div. (WK III) die Div. Gruppe 333 als drittes Rgt. zu der jetzt als Div. neuer Art gegliederten 294. Inf. Div.:

Gren. Rgt. 513 I., II.

Gren. Rgt. 514 I., II.

Div. Gruppe 333 mit Rgts. Gruppen 679 und 680

Div. Füs. Btl. 333

Art. Rgt. 333 mit I./294, II./294, III./333 und IV./294

Div. Einheiten 294.

Am 24. 7. 1944 wurde die Div. Gruppe 333 mit ihren beiden Rgts. Gruppen aufgelöst; dafür trat nun als drittes Rgt. das aus den Resten der 336. (Krim-)Division aufgestellte Gren. Rgt. 685 zur Division; Füs. Btl. und Art. Rgt. erhielten die Nr. 294:

Gren. Rgt. 513 I., II.

Gren. Rgt. 514 I., II.

Gren. Rgt. 685 I., II.

Div. Füs. Btl. 294

Art. Rgt. 294 I.-IV.

Die Division wurde im August bei der 6. Armee (HGr. Südukraine) vernichtet und am 9. 10. 1944 auch formell aufgelöst.

Unterstellung:

1940

Juni: IX; 2. Armee; "A"; Westen; Belgien

Juli: IX; 6. Armee; "A"; Westen; Kanalküste

Aug.: IX; 6. Armee; "B"; Westen; Kanalküste

Sept./Okt.: VI; 7. Armee; "C"; Westen; Bordeaux

Nov./Dez.: VI; 7. Armee; "D"; Westen; Bordeaux

1941

Jan./Feb.: LIX; 1. Armee; "D"; Westen; Demark. Linie

März/Apr.: z. Vfg.; 12. Armee; Südost; Balkan

Mai/Juni: XI; 2. Armee; Südost; Jugoslawien

Juli: z. Vfg. OKH; Süd; Osten; Südrußland

Aug.: z. Vfg.; 6. Armee; Süd; Osten; Kiew

Sept.: XXXIV; 6. Armee; Süd; Osten; Kiew

Okt./Dez:. XVII; 6. Armee; Süd; Osten; Charkow, Donez

1942

Jan./Juli: XVII; 6. Armee; Süd; Osten; Charkow, Donez

Aug.: XXIX; "B"; Osten; Donbogen

Sept.: II. ital. 8. ital. Armee; "B"; Osten; Donbogen

Okt./Nov.: z. Vfg.; "B"; Osten; Donbogen

Dez.: z. Vfg.; Hollidt; Don; Osten; Donbogen

1943

Jan./Feb.: XVII; Hollidt; Don; Osten; Mius, Stalino

März: XVII; Hollidt; Süd; Osten; Mius, Stalino

Apr./Juli: XVII; 6. Armee; Süd; Osten; Mius, Stalino

Aug.: XXIX; 6. Armee; Süd; Osten; Mius, Stalino

Sept.: XVII; 6. Armee; Süd; Osten; Mius, Stalino

Okt. (Kgr.): XVII; 6. Armee; Süd; Osten; Saporoshje

Nov./Dez.: XVII; 1. Pz. Armee; Süd; Osten; Nikopol

1944

Jan./Feb.: XVII; 6. Armee; Süd; Osten; Nikopol

März: IV; 6. Armee; "A"; Osten; Nikolajew

Apr.: LII; 6. Armee; Südukraine; Osten; Odessa

Mai: XXXX; 6. Armee; Südukraine; Osten; Kischinew

Juni/Juli: LII; 6. Armee; Südukraine; Osten; Kischinew

Aug.: "Verbleib unbekannt"

Anmerkung:

Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:

1940

  1. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.

1941

  1. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.

1942

  1. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.

1943

  1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.

1944

  1. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)

1945

  1. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai

Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer) und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (so genannte "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 Kriegstagebücher von Divisionen beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind die Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet worden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, waren bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 entstanden. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 in die Abteilung Militärarchiv gelangten.

Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Ausnahmefällen in größerer Zahl überliefert: - 7., 10. und 17. Inf.Div.; diese drei Divisionen waren im Wehrkreis VII (München), bzw. im später (1937) eingerichteten, ebenfalls bayerischen Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet. Für beide Wehrkreise muss etwa Anfang 1941 eine Aktensammelaktion befohlen worden sein, ohne dass hierüber Näheres bekannt geworden wäre. Unbekannt ist auch, wo sich die Aktensammelstelle befand, in der amerikanische Truppen 1945 mehrere tausend Akten von Stäben, Truppenteilen und Dienststellen mit bayerischen Standorten aus der Zeit 1919 bis 1941 erbeuteten. Dieses Schriftgut wurde nach der Rückgabe aufgeteilt; Divisionsakten kamen in die Bestandsgruppe RH 26. Von diesen drei Ausnahmen also abgesehen, ist aus den Vorkriegsjahren praktisch nichts vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.

In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:

  • Sept. 1962: 1.-6. Division

  • März 1963: 7.-18. Division

  • Juli 1963: 19.-23. Division

  • März 1964: 24.-34. und 73. bis 79. Division

  • Juli 1964: 35.-72. und 81. Division

  • März 1964: 82.-100. Division

  • Sept. 1965: 101.-125. Division

  • Mai 1966: 126.-212. und 215.-217. Division

  • Juli 1966: 213. Sich. Division

  • Dez. 1966: 218.-295. Division

  • Mai 1967: 296.-383. Division, 999. le. Afrika-Division, Div. Brandenburg

  • Okt. 1967: 384.-719. Division und Division 905

ferner: Div. Dormagen, Inf.Div. Großdeutschland, Sturm-Div. Rhodos,

Div.Gruppe Rossi, Div. von Broich/Div. von Manteuffel

In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Infanterie-Divisionen wie folgt erfasst:

  • Guide Nr. 41: Divisionen 1-5 (Nachträge in Guide Nr. 63)

  • Guide Nr. 45: Divisionen 6-9 (Nachträge in Guide Nr. 63)

  • Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1-9, Divisionen 10-21

  • Guide Nr. 64: Divisionen 22-57

  • Guide Nr. 65: Divisionen 58-96

  • Guide Nr. 66: Divisionen 97-114

  • Guide Nr. 67: Divisionen 116-137

  • Guide Nr. 68: Divisionen 141-187

  • Guide Nr. 69: Divisionen 189-218

  • Guide Nr. 70: Divisionen 221-255

  • Guide Nr. 71: Divisionen 256-291

  • Guide Nr. 72: Divisionen 292-327

  • Guide Nr. 73: Divisionen 328-369

  • Guide Nr. 74: Divisionen 370-710

  • Guide Nr. 64: Divisionen 22-57

  • Guide Nr. 76: Divisionen 712-719, 999, Pz.Gren.Div. Brandenburg, Sturm-Div.

Rhodos, Div. von Broich/von Manteuffel, Div. Dormagen,

Div.Gruppe Rossi, Pz.Gren.Div. Großdeutschland, Pz.Gren.Div.

Feldherrnhalle

Das Aktenmaterial aus Potsdam bzw. Liegnitz, das etwa 95 bis 98% der Bestände ausmacht, wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat, sowie durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army/Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer.

Die Gliederung des Aktenmaterials ist stets die gleiche:

  • Stammtafeln (mit organisationsgeschichtlichen Angaben auch zu den Divisionseinheiten)

  • Abteilung Ia (Führungsabteilung; auch Ausbildungsangelegenheiten)

  • Abteilung Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)

  • Abteilung IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)

  • Abteilung Ib (Quartiermeister) mit den Unterabteilungen

III (Gericht)

IVa (Intendant)

IVb (Div.Arzt)

IVc (Div.Veterinär)

IVd ev./kath. (Div. Geistliche)

  • Kommandant des Div.Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)

  • Sonstige Unterlagen

Bestandsbeschreibung

Ia: KTB von Feb. bis Ende Nov. 1940, von Juni 1941 bis Juli Ende 1942 (Anlagen bis Nov. 1942) und von Dez. 1942 bis Juni 1943.

Ib: KTB von Mitte Mai 1940 bis Ende Juni 1943.

Ic: TB von Feb. 1940 bis Ende Feb. 1941, von Juni 1941 bis Ende März 1942 (Anlagen bis Ende Okt. 1942) und von Mitte Dez. 1942 bis Ende Juni 1943.

IIa: TB von Feb. 1940 bis Ende Feb. 1941, von Juni 1941 bis Mitte Jan. 1943 und von Apr. bis Ende Juni 1943.

Erschliessungszustand

Vollständig erschlossen

Zitierweise

BArch RH 26-294/...

Related Units of Description

  • Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv

  • Bestände:

  • RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)

  • RH 15 (OKH/Allgemeines Heeresamt)

  • PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)

  • ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)

  • MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)

  • Akten:

  • ZA1/ 1297: "Die Juli-Abwehrschlacht der 6. Armee am Mius vom 17.7. bis 2.8.1943. Von Major Dr.Franck"

  • MSG 2/4940: "Dem Sturm nicht gewachsen".- Kriegsbericht von Leutnant und Kompanie Führer Horst Wolter (Dnjepr 1943)

  • Literatur

  • Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 72

  • Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.

  • Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.

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