286. Sicherungs-Division / 286. Infanterie-Division

Identifier
RH 26-286
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1941 - 31 Dec 1945
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Schriftgut

28 Aufbewahrungseinheiten

0,5 laufende Meter

Creator(s)

Biographical History

Geschichte des Bestandsbildners

Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. IX, S: 16, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.

  1. Sicherungs-Division

(WK VIII, E 354 Altkirch/Oberelsaß; 30. 10. 1942 Bunzlau; 8. 6. 1944 Sich. EuA 372 Teschen)

      1. 1941 im WK VIII aus einem Drittel der 213. Inf. Division (* 26. 8. 1939 durch den Landwehr-Kdr. Glogau) mit:

verst. Inf. Rgt. 354 (* Liegnitz) I.-III.

II./Art. Rgt. 213 (3 Bttrn.)

Wach-Btl. 704

Div. Einheiten 354

Landesschützen-Rgts. Stab 61;

dazu kamen:

Div. Nachrichten-Abt. 825 1. 12. 1941 aus der Feldnachrichten-Kdtr. 41

Reiterhundertschaft 286 * 10. 12. 1941, später: Ost-Reiter-Schwadron 286. Das Infanterie-Rgt. 354 schied im Februar 1942 aus der Division aus und trat zur Sich Div. 403 bei Hgr. Süd; dafür kam das Landesschützen-Rgt. 122 aus dem Westen zur Division. Nach Umbildung der beiden Landesschützen-Rgter. in Sicherungs-Rgter. bestand die Division aus:

Sicherungs-Rgt. 61 I.-III.

Sicherungs-Rgt. 122 I.-III.

III./Pol. Rgt. 8 (aus Pol. Btl. 134).

Der Division unterstanden ferner Aug. 1942 die Sich. Rgter. 2 (Radf.), 36 und 183; Febr. 1943 (bei Orscha) das Gren. Rgt. 931, der Kdr. der Osttruppen 700 u.a.; Febr. 1944 das franz. Inf. Rgt. 638, die Sich. Rgter. 44 und 78, die Rgter. z.b.V. 631 und 632 und das Gren. Rgt. 931 bei der 4. Armee. Die Division wurde Juni 1944 im Raum Orscha zerschlagen und sollte im Raum Osowiec am oberen Narew aus den Sicherungstruppen der 4. Armee wieder gebildet werden. Am 17. 12. 1944 wurde sie in die 286. Inf. Div. umgegliedert. Die beiden bisherigen Sich. Rgter. waren jedoch aufgelöst.

Unterstellung:

1941

Apr./Mai: Umbildung zur Sich. Div. im WK VIII

Juni/Juli: z. Vfg.; 4. Armee; Mitte; Osten; Bialystok

Aug./Dez.: rückw. Heeresgebiet; Mitte; Osten; Orscha

1942

Jan./Dez.: rückw. Heeresgebiet; Mitte; Osten; Orscha

1943

Jan./Okt.: rückw. Heeresgebiet; Mitte; Osten; Orscha

Nov./Dez.: z. Vfg.; 4. Armee; Mitte; Osten; Orscha

1944

Jan./Juni: z. Vfg.; 4. Armee; Mitte; Osten; Orscha

Juli: "Verbleib unbekannt"

Aug./Okt.: VI; 4. Armee; Mitte; Osten; Narew

Nov./Dez.: XXVII; 4. Armee; Mitte; Osten; Narew

  1. Infanterie-Division
      1. 1944 bei Memel im Bereich der 3. Pz. Armee aus der im August neugebildeten 286. Sich. Div.; die Aufstellung kam nicht zur vollen Ausführung:

Gren. Rgt. 926 I., II. (nicht in der FpÜ)

Gren. Rgt. 927 I., II. aus Sich. Rgt. 37 (Stab)

Gren. Rgt. 931 I., II. aus I./Sich. Rgt. 931

Artillerie-Rgt. 286 I., II. und IV.

Nachr. Abt. 286

Feldersatz-Btl. 286.

Die Division wurde bei Neukuhren zerschlagen; der Rahmen (mit der Nachr. Abt.) traf 11. 4. in Swinemünde ein; er war vorgesehen zur Umbildung der Div., Raegener in eine Ausbildungs-Div. 286 bei der 9. Armee; der Div. Stab selbst bildete in Samland den Div. Stab z.b.V. 619.

Unterstellung:

1945

Jan.(Stab): IX; 3. Pz. Armee; Mitte; Osten; Memel

Feb./März (Reste): IX; A. A. Samland; Nord; Osten; Samland

Apr. (Stab): Pillau; Ostpreußen; Osten; Samland

Apr. (Ausb. Div.): 9. Armee; Weichsel; Osten; Oder

Anmerkung:

Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:

1940

  1. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.

1941

  1. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.

1942

  1. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.

1943

  1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.

1944

  1. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)

1945

  1. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai

Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer) und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (so genannte "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 Kriegstagebücher von Divisionen beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind die Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet worden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, waren bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 entstanden. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 in die Abteilung Militärarchiv gelangten.

Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Ausnahmefällen in größerer Zahl überliefert: - 7., 10. und 17. Inf.Div.; diese drei Divisionen waren im Wehrkreis VII (München), bzw. im später (1937) eingerichteten, ebenfalls bayerischen Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet. Für beide Wehrkreise muss etwa Anfang 1941 eine Aktensammelaktion befohlen worden sein, ohne dass hierüber Näheres bekannt geworden wäre. Unbekannt ist auch, wo sich die Aktensammelstelle befand, in der amerikanische Truppen 1945 mehrere tausend Akten von Stäben, Truppenteilen und Dienststellen mit bayerischen Standorten aus der Zeit 1919 bis 1941 erbeuteten. Dieses Schriftgut wurde nach der Rückgabe aufgeteilt; Divisionsakten kamen in die Bestandsgruppe RH 26. Von diesen drei Ausnahmen also abgesehen, ist aus den Vorkriegsjahren praktisch nichts vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.

In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:

  • Sept. 1962: 1.-6. Division

  • März 1963: 7.-18. Division

  • Juli 1963: 19.-23. Division

  • März 1964: 24.-34. und 73. bis 79. Division

  • Juli 1964: 35.-72. und 81. Division

  • März 1964: 82.-100. Division

  • Sept. 1965: 101.-125. Division

  • Mai 1966: 126.-212. und 215.-217. Division

  • Juli 1966: 213. Sich. Division

  • Dez. 1966: 218.-295. Division

  • Mai 1967: 296.-383. Division, 999. le. Afrika-Division, Div. Brandenburg

  • Okt. 1967: 384.-719. Division und Division 905

ferner: Div. Dormagen, Inf.Div. Großdeutschland, Sturm-Div. Rhodos,

Div.Gruppe Rossi, Div. von Broich/Div. von Manteuffel

In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Infanterie-Divisionen wie folgt erfasst:

  • Guide Nr. 41: Divisionen 1-5 (Nachträge in Guide Nr. 63)

  • Guide Nr. 45: Divisionen 6-9 (Nachträge in Guide Nr. 63)

  • Guide Nr. 63: Nachträge Divisionen 1-9, Divisionen 10-21

  • Guide Nr. 64: Divisionen 22-57

  • Guide Nr. 65: Divisionen 58-96

  • Guide Nr. 66: Divisionen 97-114

  • Guide Nr. 67: Divisionen 116-137

  • Guide Nr. 68: Divisionen 141-187

  • Guide Nr. 69: Divisionen 189-218

  • Guide Nr. 70: Divisionen 221-255

  • Guide Nr. 71: Divisionen 256-291

  • Guide Nr. 72: Divisionen 292-327

  • Guide Nr. 73: Divisionen 328-369

  • Guide Nr. 74: Divisionen 370-710

  • Guide Nr. 64: Divisionen 22-57

  • Guide Nr. 76: Divisionen 712-719, 999, Pz.Gren.Div. Brandenburg, Sturm-Div.

Rhodos, Div. von Broich/von Manteuffel, Div. Dormagen,

Div.Gruppe Rossi, Pz.Gren.Div. Großdeutschland, Pz.Gren.Div.

Feldherrnhalle

Das Aktenmaterial aus Potsdam bzw. Liegnitz, das etwa 95 bis 98% der Bestände ausmacht, wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat, sowie durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army/Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer.

Die Gliederung des Aktenmaterials ist stets die gleiche:

  • Stammtafeln (mit organisationsgeschichtlichen Angaben auch zu den Divisionseinheiten)

  • Abteilung Ia (Führungsabteilung; auch Ausbildungsangelegenheiten)

  • Abteilung Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)

  • Abteilung IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)

  • Abteilung Ib (Quartiermeister) mit den Unterabteilungen

III (Gericht)

IVa (Intendant)

IVb (Div.Arzt)

IVc (Div.Veterinär)

IVd ev./kath. (Div. Geistliche)

  • Kommandant des Div.Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)

  • Sonstige Unterlagen

Bestandsbeschreibung

Ia: KTB von Mitte März 1941 bis Ende März 1942 und von Jan. bis Ende Juni 1943.

Ib: KTB von Mitte März 1941 bis Ende Juni 1943.

Ic: TB von Mitte März 1941 bis Ende März 1942 und von Jan. bis Ende Juni 1943.

IIa: TB von Mitte März 1941 bis Ende März 1942 und von Jan. bis Ende Juni 1943.

Erschliessungszustand

Vollständig erschlossen

Zitierweise

BArch RH 26-286/...

Related Units of Description

  • Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv

  • Bestände:

  • RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)

  • RH 22 (Befehlshaber rückwärtiger Heeresgebiete)

  • PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)

  • RW 60 (Gerichte der Reichswehr und Wehrmacht)

  • Literatur

  • Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 71

  • Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.

  • Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.

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