214. Infanterie-Division

Identifier
RH 26-214
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1939 - 31 Dec 1943
Level of Description
Fonds
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

41 AE1,6 lfm

Schriftgut

Biographical History

Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 8, Seite 65-66, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.

  1. Infanterie-Division

(WK IX, E 367 Hanau)

26.8.1939 als Div. 3. Welle durch den Landwehr-Kdr. Hanau mit:

Inf. Rgt. 355 I.-III. (Ausb.-Leiter Wetzlar) in Büdingen

Inf. Rgt. 357 I.-III. (Ausb.-Leiter Hanau) in Bad Orb

Inf. Rgt. 388 I.-III. (Ausb.-Leiter Aschaffenburg) in Aschaffenburg

Art. Rgt. 214 I.-IV.

Div. Einheiten 214.

Am 8.2.1940 erfolgte die Bildung der MG-Kpn. bei den Inf. Rgtern. und die Abgabe der Pi. Kpn. sowie die Abgabe des II./355 zur Aufstellung des IR 630 der 556. (Oberrhein-) Div., das ersetzt wurde; am 19.3.1940 wurde die schwere IV./Art. Rgt. 214 der 256. ID unterstellt und 1.1.1941 in IV./256 umbenannt; 5.11.1940 Abgabe des I./355, I./367 (als I. und II./357), Rgts. Stab und 1. Bttr./Art. Rgt. 214 an die in Norwegen aufgestellte 199. Inf. Div.; das verst. Inf. Rgt. 388 (mit I./Art. Rgt. 214 und 2./Pi. Btl. 214) wurde 22.8.1941 nach Nordnorwegen bzw. Finnland detachiert und dort (erst 20.5.1944) selbst. Gren. Brigade 388 und Art. Abt. 930. Die Division hatte also nur 2 Rgter. zu je 3 Btlen. und 2 leichten Art. Abt.

Am 13. Febr. 1944 wurde die Umgliederung der Division für den Osteinsatz befohlen. Sie erhielt in Ostpreußen von der Schatten-Div. Mielau (früher 1. Res. Div.) das Gren. Rgt. 568, das Res. Gren. Btl. 311 und die I. Abt. des Art. Rgts. Die IV. Abt. des Art. Rgts. kam von der 255. Inf. Div., die bei der 4. Pz. Armee aufgelöst worden war. Da die Btle. III./355 und III./367 aufgelöst worden waren, bestand die Division jetzt aus:

Gren. Rgt. 355 I., II.

Gren. Rgt. 367 I., II.

Gren. Rgt. 568 I., II (aus Mielau 1)

Div. Füs. Btl. 214 (aus Res. Gren. Btl. 311)

Art. Rgt. 214 I.-IV. (I. aus Art. Abt. Mielau, IV. aus IV./255)

Div. Einheiten 214.

In dieser Gliederung wurde sie im Weichselbogen zerschlagen. Zur Neuaufstellung kam es nicht mehr. An Einheiten für eine neue 214. ID wurden in Schlesien nur noch I./568 aus Volkssturm-Btl. 26 der 4. Pz. Armee und eine Pz. Jg. Kp. 214 bereitgestellt.

Unterstellung:

1939

Sept.: z. Vfg.; 1. Armee; "C"; Westen; Saarpfalz

Okt./Dez.: XXX; 1. Armee; "C"; Westen; Saarpfalz

1940

Jan.: XXX; 1. Armee; "C"; Westen; Saarpfalz

Apr./Aug.: Gruppe XXI; Norden; Norwegen

Sept./Dez.: XXXVI; Gr. XXI; Norden; Norwegen

1941

Jan./Mai: XXXVI; Norwegen; Norden; Norwegen

Juni/Dez.: LXX; Norwegen; Norden; Norwegen

1942

Jan./Dez.: LXX; Norwegen; Norden; Norwegen

1943

Jan./Aug.: LXX; Norwegen; Norden; Norwegen

Sept./Dez.: z. Vfg.; Norwegen; Norden; Norwegen

1944

Jan./Feb.: z. Vfg.; Norwegen; Norden; Norwegen

März: z. Vfg.; A. A. Narwa; Nord; Osten; Narwa

Apr./Juli: XXXXII; 4. Pz. Armee; Nordukraine; Osten; Kowel

Aug./Sept.: LVI; 4. Pz. Armee; Nordukraine; Osten; Weichsel

Okt./Dez.: LVI; 4. Pz. Armee; "A"; Osten; Baranow

1945

Jan.: LVI; 9. Armee; "A"; Osten; Baranow

Feb. (Reste): Mitte; Osten; Schlesien

Anmerkung:

Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:

1940

  1. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.

1941

  1. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.

1942

  1. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.

1943

  1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.

1944

  1. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov. (26. Nov.), (31. Dez.)

1945

  1. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai

Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.

(Skizze des Divisionsweges RH 26_214 Bl.1 jpg)

Archival History

Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Aus diesen erhalten gebliebenen Verzeichnissen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 KTB von Divisionen eingereicht, diese jedoch nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet wurden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, entstanden bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Ib-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 an das Bundesarchiv-Militärarchiv abgegeben wurden. Dieses Aktenmaterial wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Studiengruppe der US-Historical-Division.

Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Fällen in größerem Umfang überliefert, nämlich für die 7., 10., und 17. Infanterie-Division, die alle drei im Wehrkreis VII (München) bzw. im 1937 eingerichteten Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet waren.

Scope and Content

Ia: Kriegstagebuch von Sept. 1939 bis Ende Dez. 1941

Ib: Kriegstagebuch von Aug. 1939 bis Ende Dez. 1941

Ic: Tätigkeitsbericht von Sept. 1939 bis Mitte Juni 1940

IIa: Tätigkeitsbericht von Sept. 1939 bis Ende Dez. 1941

Related Units of Description

  • RH 7 OKH/Heerespersonalamt, Verleihungslisten KVK und EK

  • RM 7 Seekriegsleitung, RM 7/88 und 90 Unterlagen über den Transport von Oslo nach Reval 1944

  • RW 39 Wehrmachtbefehlshaber Norwegen

  • PERS 15 Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht, Verfahrensakten des Divisionsgerichts

  • N 739 Nachlass Theodor Groppe

  • Hingewiesen sei noch auf die Erkennungsmarken-Verzeichnisse und Verlustlisten (Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin).

Sources

  • RHD 62

  • Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 69

  • Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.

  • Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.

Process Info

  • Findbuch

  • Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1988 verzeichnet worden (Frau Ganser). Das hieraus im April 1988 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 überarbeitet.

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  • Bundesarchiv

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