207. Infanterie-Division / 207. Sicherungs-Division

Identifier
RH 26-207
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1939 - 31 Dec 1943
Level of Description
Fonds
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

58 AE2,5 lfm

Schriftgut

Biographical History

Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 8, Seite 28, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.

  1. Infanterie-Division

(WK II, E 368 Deutsch-Krone)

26.8.1939 als Division 3. Welle im WK II durch Landw. Kdr. Stargard mit:

Inf. Rgt. 322 I.-III. (Ausb. Leiter Stargard 1 ?)

Inf. Rgt. 368 I.-III. (Ausb. Leiter Stargard 2 ?)

Inf. Rgt. 374 I.-III. (Ausb. Leiter Stolp 2 ?)

Art. Rgt. 207 I.-IV.

Div. Einheiten 207.

Die IV. (schwere) Abt. des Art. Rgts. 207 wurde am 25.9.1939 nach Freiburg/Breisgau abgegeben und am 1.1.1940 in IV./Art. Rgt. 205 der 205. ID (früher 14. Ldw. Div.) umbenannt. Die Aufkl. Abt. wurde am 10.2.1940 aufgelöst und in die Inf. Reiterzüge der drei Rgter. und eine Radf. Aufkl. Schwadron 207 umgegliedert. Das II./368 wurde 31.1.1940 zur 555. (Oberrhein-)Division abgegeben und ersetzt, die 4., 8. und 12. Kpn. der drei Inf. Rgter. in MG-Kpn. umgegliedert, die 15. (Pi.) Kpn. traten zur Rheinflottille.

Im August 1940 wurde die Division im Heimatwehrkreis Pommern beurlaubt; bei Wiederaufstellung am 15.3.1941 bildete sie auf dem Tr. Üb. Platz Groß-Born drei Sicherungs-Divisionen (Stab zu 207):

  1. Sich. Div.: Inf. Rgt. 374 und I./Art. Rgt. 207

  2. Sich. Div.: Inf. Rgt. 368 und II./Art. Rgt. 207

  3. Sich. Div.: Inf. Rgt. 322 und III./Art. Rgt. 207.

Der Stab der Pz. Jg. Abt. 207 bildete den Stab/Aufkl. Abt. 156 (56. ID), das Pionier-Btl. wurde Heerestruppe, ebenso die am 10.10.1940 aus III./311 umbenannte IV./Art. Rgt. 207.

Unterstellung:

1939

Sept.: Grz.Sch. Abschn. 1; 4. Armee; Nord; Osten; Polen

Dez.: XXXIII; 6. Armee; "B"; Westen; Westfalen

1940

Jan./Mai: X; 18. Armee; "B"; Westen; Westfalen

Juni: z. Vfg.; OKH; Westen; Niederlande

Juli/Dez.: BdE (WK II); Urlaub; Heimat; Pommern

1941

Jan./Feb.: BdE (WK II); Urlaub; Heimat; Pommern

März: siehe 207., 281. und 285. Sich.Div.

Sicherungs-Division 207

(WK II, E 368 Thorn, Deutsch-Krone)

15.3.1941 auf dem Truppenübungsplatz Groß-Born, WK II, aus dem Stab und einem Drittel der 207. Inf. Div. (3. Welle), 26.8.1939 im WK II durch den Landwehr-Kdr. Stragard aufgestellt:

verst. Inf. Rgt. 374 I.-III. von der 207. Inf. Div. mit:

Wach-Btl. 706

I./Art. Rgt. 207 (3 Battrn.)

Div. Einheiten 207 (Versorgungsführer 374).

Zur Division traten ferner:

3.11.1941 Ldschtz. Rgts. Stab 94

1.12.1941 Div. Nachr. Abt. 821

11.4.1942 Reiter-Abt. 207

1.4.1942 Vers. Einheiten 374 aus den bisherigen Einheiten 207.

Der Landesschützen-Rgts. Stab 94 wurde am 1.6.1942 Stab/Sich. Rgt. 94 und mit den unterstellten Btlen. am 19.10.1942 zum Rgt. formiert.

Die Division bestand damit aus:

Gren. Rgt. 374 I.-III.

Sicherungs-Rgt. 94 I.-III.

II./Pol. Rgt. 9 (aus Pol. Btl. 112)

Ostreiter-Abt. 207

Panzer-Kp. 207 (* 15.10.1942 aus Beutepanzern)

Artillerie-Abt. 207

Div. Nachrichten-Abt. 821

Div. Einheiten 374.

Das Gren. Rgt. 374 wurde im April 1944 aufgelöst, die Division bei Pleskau umgegliedert und die Art. Abt. I./207 aus der II./Art. Rgt. 13 (L) wieder gebildet.

Im November 1944 wurde die Division aufgelöst; der Div. Stab blieb als Div. Stab zbV. bei der 16. Armee in Kurland mit fremden Einheiten eingesetzt.

Unterstellung:

1941

März/Mai: Umbildung im WK II zur Sich.Div.

Juni/Dez.: rückw.Heeresgebiet Nord (Osten)

1942

Jan./Dez.: dgl. (IR 374 Aug./Dez. beim XXVI. AK)

1943

Jan./Dez.: dgl. (Staraja-Russa, Newel)

1944

Jan./Feb.: dgl.;

März: 18. Armee; Nord; Osten; Peipus-See

Apr./Juli: z. Vfg.; 18. Armee; Nord; Osten; Peipus-See

Aug./Sept.: II; AAbt. Narwa; Nord; Osten; Dorpat (Kgr.)

Okt./Nov.: XXXXIII; 16. Armee; Nord; Osten; Dorpat (Kgr.)

Dez. (Stab): XXXXIII; 16. Armee; Nord; Osten; Kurland

1945

Jan.(Stab): XXXXIII; 16. Armee; Nord; Osten; Kurland

Feb./März (Stab): XXXXIII; 16. Armee; Nord; Osten; Kurland

Apr. (= Stab Ost): Nordkurland; 16. Armee; Kurland; Osten; Kurland

Anmerkung:

Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen:

1940

  1. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.

1941

  1. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. Apr., 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.

1942

  1. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai, 8. Juni, 4. Juli, 5. Aug., 2. Sept.,8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.

1943

  1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr.,

  2. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept.,4. Okt.,8. Nov., 3. Dez.

1944

  1. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov (26. Nov.), (31. Dez.)

1945

  1. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai

Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.

(Skizze des Divisionsweges RH 26_207 Bl.1 jpg)

Archival History

Wie die Kriegstagebücher (KTB) aller anderen Verbände und Dienststellen des Heeres waren auch die KTB der Divisionen vom Mobilmachungstag (26. August 1939) an das Heeresarchiv Potsdam abzugeben, wo sie eine Zugangssignatur erhielten und in dieser Reihenfolge eingelagert, dann aber systematisch nach den KTB-führenden Stellen und Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Aus diesen erhalten gebliebenen Verzeichnissen geht hervor, dass noch bis Anfang bzw. Mitte 1944 KTB von Divisionen eingereicht, diese jedoch nicht mehr in die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert und beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 vernichtet wurden. Weitere Aktenverluste, die nur zum Teil durch Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen aufgefüllt werden konnten, entstanden bereits beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942. Die nach Liegnitz ausgelagerten Divisionsbestände gelangten vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und über Frankfurt/Main in die USA gebracht wurden. Dort wurden sie nochmals erfasst und - mit Ausnahme der Ib-Unterlagen - verfilmt. Ab 1962 erfolgte die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland. Die Unterlagen kamen zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, von wo sie nach deren Auflösung Anfang 1968 an das Bundesarchiv-Militärarchiv abgegeben wurden. Dieses Aktenmaterial wird ergänzt durch Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, durch Einzelakten aus anderen in den USA zum Teil unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen (z.B. „EAP") und durch Abgaben aus Privathand, darunter auch Nachkriegs-Ausarbeitungen der Studiengruppe der US-Historical-Division.

Akten aus der Vorkriegszeit sind bei den Infanterie-Divisionen nur in drei Fällen in größerem Umfang überliefert, nämlich für die 7., 10., und 17. Infanterie-Division, die alle drei im Wehrkreis VII (München) bzw. im 1937 eingerichteten Wehrkreis XIII (Nürnberg) beheimatet waren.

Scope and Content

Ia: Kriegstagebuch von Nov. 1939 bis Ende Juli 1941und von Jan. 1942 bis Ende Dez. 1943.

Ib: Kriegstagebuch von Jan. 1940 bis Apr. 1941 und von Jan. bis Ende Dez. 1942.

Ic: Tätigkeitsbericht von Jan. 1942 bis Ende Juni 1943.

IIa: Tätigkeitsbericht von Nov. 1939 bis Juli 1940.

Related Units of Description

  • RH 7 OKH/Heerespersonalamt, Verleihungslisten KVK und EK

  • RH 22 Befehlshaber der rückwärtigen Heeresgebiete

  • PERS 15 Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht, Verfahrensakte des Divisionsgerichts

  • MSG 3 Sammlung von Verbandsdruckgut, Nachrichtenblatt des Traditionsverbandes

  • ZA 1 US-Historical Division / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer, ZA 1/1477 Einsatz Feb. 1944

  • Hingewiesen sei noch auf die Erkennungsmarken-Verzeichnisse und Verlustlisten (Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin).

Sources

  • RHD 62

  • Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bd. 69

  • Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.

  • Müller, G. und F. W. Guttmann: Die Geschichte der 207. und 281. Infanterie-Division mit ihren Zwischengliederungen 1939-1945. Kiel 1958 ff.

  • Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.

Process Info

  • Findbuch

  • Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1988 verzeichnet worden (Frau Ganser). Das hieraus im April 1988 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 überarbeitet.

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  • Bundesarchiv

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