Hausser, Paul (SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS)

Identifier
N 5002
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1952 - 31 Dec 1964
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Nachlässe

16 Aufbewahrungseinheiten

Creator(s)

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

Hausser, Paul (7.10.1880-21.12.1972)

SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS

geb.: 7.10.1880 in Brandenburg a.d. Havel

gest.: 21.12.1972 in Ludwigsburg

1892 Eintritt in die Preußische Armee als Kadett

1899 Infanterie-Regiment Nr. 155; Leutnant

1909 Oberleutnant

1912 Versetzung zum Großen Generalstab

1914 Hauptmann

1918 Major

1920 Reichswehr-Brigade 5

1922 Stab Wehrkreiskommando II

1923 Oberstleutnant; Bataillons-Kommandeur im 4. Infanterie-Regiment

1925 Chef des Stabes 2. Division

1927 Kommandeur 10. Infanterie-Regiment; Oberst

1930 Infanterieführer IV

1931 Generalmajor

1932 Generalleutnant; Ausscheiden aus dem aktiven Dienst

1933 Eintritt in den "Stahlhelm"; Landesführer Berlin-Brandenburg

März 1933 Übernahme des "Stahlhelm" in die SA; SA-Standartenführer

Nov. 1934 Eintritt in die SS; SS-Standartenführer

Ende 1934 Kommandeur der SS-Junkerschule Braunschweig; zusätzlich Inspekteur der SS-Junkerschulen

1936 Chef des Amtes I (Führungsamt) im SS-Hauptamt; zusätzlich Inspekteur der SS-Verfügungstruppe

1935 SS-Oberführer

1936 SS-Brigadeführer

Mai 1937 Eintritt in die NSDAP

1939 SS-Gruppenführer

1939 Teilnahme am Polen-Feldzug im Stab der Panzer-Division Kempf

Okt. 1939 Aufstellung der SS-Verfügungsdivision; Kommandeur

Nov. 1939 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS

1941 SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS

1942 Aufstellung und Oberbefehlshaber SS-Panzerkorps (ab 1943 II. SS-Panzerkorps)

1944 Oberbefehlshaber 7. Armee; SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS

1944 Oberbefehlshaber Heeresgruppe B

Jan. 1945 Oberbefehlshaber Heeresgruppe Oberrhein

Jan.-Apr. 1945 Oberbefehlshaber Heeresgruppe G

Mai 1945-1949 US-Kriegsgefangenschaft

1946 Nürnberger Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher: Entlastungszeuge der Verteidigung

ab 1951 führende Tätigkeit in der "Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS" (HIAG); zugleich Engagement im Präsidium des Verbandes deutscher Soldaten (VdS)

Intensive Lobbytätigkeit zugunsten der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS und insbesondere einer neutralen Einschätzung der Waffen-SS durch Politik und Justiz.

Große Bedeutung innerhalb der Gemeinschaft der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS als deren "Senior"

Auszeichnungen (in Auswahl):

1914 Eisernes Kreuz II. Klasse

1916 Eisernes Kreuz I. Klasse

1939 Eisernes Kreuz II. Klasse Wiederholungsspange

1940 Eisernes Kreuz I. Klasse Wiederholungsspange

1941 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

1943 Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

1944 Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

Wichtige Publikationen:

1953 Waffen-SS im Einsatz

1966 Soldaten wie andere auch

Bearbeitungshinweis

Der Nachlass wurde im Sept. 2017 in Basys erschlossen.

Bestandsbeschreibung

Die Unterlagen in diesem Nachlaß stammen aus einem umfangreichen Ordner aus dem Besitz des Verlegers und ehemaligen Waffen-SS-Angehörigen Helmut Thöle. Offenbar hat Thöle Teile der Korrespondenz Haussers erhalten, mit anderen Schriftstücken von und zu Hausser vermischt und so bewußt einen "Nachlaß Hausser" (Aufschrift des Ordners) geschaffen. Dieser Ordner ist vermutlich über die Abgabe von Schriftgut der HIAG in die Abt. Militärarchiv des Bundesarchivs gelangt. Informationen hierzu liegen nicht vor. Der Inhalt des Ordners wurde nach Korrespondenzpartnern und Sachbetreffen geordnet. Es handelt sich damit um einen archivisch gebildeten Nachlaß.

Inhaltliche Charakterisierung

Der nachlaß enthält hauptsächlich Korrespondenz von Paul Hausser mit anderen Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS, bzw. Mitgliedern der HIAG. Interessant ist darüber hinaus Haussers Korrespondenz mit Bundeskanzler Konrad Adenauer und verschiedenen Staatssekretären und Bundesministern. Im wesentlichen geht es im gesamten Nachlaß um die Frage der Einschätzung der Waffen-SS als rein militärische Organisation oder als verantwortlichen Teil innerhalb der Strukturen von SS und nationalsozialistischem Staat. Der Nachlaß dokumentiert Haussers intensive Lobbyarbeit auf verschiedenen Ebenen und zeigt Vernetzungen der ehemaligen Waffen-SS-Angehörigen auf.

Zitierweise

BArch N 5002/...

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