Marineamt

Identifier
BM 2
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1965 - 31 Dec 2012
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Schriftgut

7163 Aufbewahrungseinheiten

252,2 laufende Meter

Creator(s)

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

Durch Aufstellungsbefehl Nr. 67 -Marine- vom 26. Juli 1957 wurde Fregattenkapitän Zädow zum 1. August mit den Vorbereitungen für die Aufstellung eines Marineamts in Bonn zur Aufnahme der Arbeiten STAN, Nautik, Dienstvorschriften, des Marinefliegerreferats und Außenstellen der Marine beauftragt. Der Stab unterstand zwar unmittelbar dem Führungsstab Marine, war jedoch nicht Teil des BMVg, firmierte als VP-Marineamt und hatte seinen Sitz in Bonn bzw. Köln. Eine einschneidende Neuordnung innerhalb der Marine brachte der Organisationsplan des BMVg vom 10. Januar 1958, der für die Abteilung Marine zur Umgliederung der bisherigen Unterabteilungen führte (siehe BM 1) und für das VP-Marineamt zur Erweiterung des Auftrags durch die Aufnahme der Referate der bisherigen Unterabteilung D führte. Zu diesem Zeitpunkt wurde ebenfalls das Sanitätswesen der Marine ins VP-Marineamt eingegliedert. Durch Befehl Nr. 81 -Marine- vom 27. Mai 1958 erfolgte die Umbenennung des VP-Marineamts in Zentrale Marinedienststelle (ZMD) und die Ernennung des bisherigen Unterabteilungsleiters D, Kapitän zur See Eichler, zum Leiter der ZMD. Mit Wirkung vom 31. März 1959 wurde die ZMD aufgelöst. Die ehemaligen Referate der Unterabteilung D bildeten nun die neue Unterabteilung V. Das Sanitätswesen der Marine wurde, wie auch STAN und Dienstvorschriften als jeweilige Spezialabteilungen des Kommandos der Flottenbasis zugeordnet.

Durch Aufstellungsbefehl Nr. 25 -Marine- vom 23. Mai 1956 wurde zum 1. Juni in Kiel die Bildung des Schiffsmaschinenkommandos angeordnet. Unterstellt wurde es truppendienstlich dem Kommando der Marineausbildung bzw. ab 1962 dem Zentralen Marinekommando. Ihm selbst wurden nachgeordnet die Technischen Marineschulen I und II, die Schiffssicherungslehrgruppe und die Schiffstechnische Überwachungs- und Versuchsstelle. Am 1. Februar 1962 wurde das Schiffsmaschinenkommando in Kommando der Schiffstechnik umbenannt.

Durch Aufstellungsbefehl Nr. 22 -Marine- vom 23. Mai 1956 wurde zum 1. Juni die Aufstellung des Marinewaffenkommandos in Kiel befohlen. Es wurde truppendienstlich dem Kommando der Marineausbildung, ab 1962 dem Zentralen Marinekommando unterstellt. Dem Marinewaffenkommando wurden nachgeordnet:

· Marineunterwasserwaffenschule,

· Marineartillerieschule,

· Marine-Torpedoversuchsstelle,

· Marine-Sperrwaffenversuchsstelle,

· Marine-Ujagdversuchsstelle,

· Marine-Artillerieversuchsstelle.

Mit der Umgliederung des KdoMarAusb in Zentrales Marinekommando am 1. Februar 1962 erfolgte die Umbenennung des Marinewaffenkommandos in Kommando der Marinewaffen und im Zuge der Neuorganisation der oberen Marinebehörden im Oktober 1965 in Inspektion der Marinewaffen.

Durch Aufstellungsbefehl Nr. 21 -Marine- vom 23. Mai 1956 wurde in Wilhelmshaven zum 1. Juni die Bildung des Marinefernmeldekommandos angeordnet. Es unterstand truppendienstlich dem KdoMarAusb. Ihm waren nachgeordnet die Marinefernmeldeschule, die Marine-Ortungsschule, die Fernmeldeversuchsstelle und die Marine-Ortungsversuchsstelle. Am 1. Februar 1962 fand die Umbenennung in Kommando der Marineführungsdienste statt. Mit dem 1. Oktober 1965 wurde das Kommando in Inspektion der Marineführungsdienste umbenannt und ins Marineamt eingegliedert.

Durch Aufstellungsbefehl Nr. 111 -Marine- vom 28. Februar 1962 wurde zum 1. April das Kommando des Marinesanitätsdienstes in Bonn aus der bisherigen Abteilung Sanitätswesen der Marine (BMVg) gebildet. Truppendienstlich war es dem Zentralen Marinekommando unterstellt, fachlich dem BMVg nachgeordnet. Das Kommando des Marinesanitätsdienstes wurde mit Neugliederung der Marine 1965 als Inspektion des Marinesanitätsdienstes dem Amtschef des neu gebildeten Marineamts unterstellt, der bisherige Kommandeur erhielt die Dienstbezeichnung Admiral des Marinesanitätsdienstes. Am 1. April 1969 verlegte die Inspektion der Marinesanitätsdienste von Bonn nach Wilhelmshaven.

Im Rahmen einschneidender Organisationsänderungen fand im Oktober 1965 die nächste Umorganisation innerhalb der Marine statt. Das Kommando der Flottenbasis wurde mit Ablauf des 30. September 1965 aufgelöst. Die Abteilung Verwaltung blieb bis zur Abwicklung der Angelegenheiten bis zum 31. Dezember 1965 bestehen und wurde in ihrem besonderen Aufgabenbereich ab 1. Oktober 1965 dem Marineamt unterstellt (Ergänzung zum Aufstellungsbefehl Nr. 14 -Marine- vom 1. September 1965). Aus der logistischen Spezialstabsabteilung des Kommandos der Flottenbasis ging -ebenfalls am 1. Oktober 1965- das Materialamt der Marine hervor (Aufstellungsbefehl Nr. 141 -Marine- vom 8. September 1965, Auflösung des Materialamtes zum 30. September 1974).

Durch Aufstellungsbefehl Nr. 140 -Marine- vom 13. September 1965 wurde das Marineamt zum 1. Oktober in Wilhelmshaven aufgestellt und dem Inspekteur der Marine direkt unterstellt. Der Amtschef führt die unterstellten Truppenteile und Dienststellen, seine Geschäfte umfassen:

· Ausbildung und Einziehung des einzelnen Soldaten in der Marine,

· Bearbeitung aller mit der Marinerüstung zusammenhängenden Aufgabengebiete,

· Bearbeitung aller mit dem Sanitätsdienst und dem Gesundheitswesen in der Marine zusammenhängenden Aufgabengebiete und

· zusätzlich in Krise und Krieg die Herstellung der Verteidigungsgliederung und Führung der dann unterstellten Truppenteile und Dienststelle.

Das Marineamt war anfangs gegliedert in

· Stab Marineamt, Dienstort Wilhelmshaven,

· Inspektion des Erziehungs- und Bildungswesens der Marine (InEBM), am 31. August 1970 umbenannt in Inspektion für Offizier- und Unteroffizier-Ausbildung der Marine (InO / UAusM), hervorgegangen aus der Abteilung Ausbildung des Zentralen Marinekommandos, Dienstort Wilhelmshaven, mit Marineschule Mürwik, Marineunteroffizierschule und Marine-Ausbildungs-Regiment und Kommando der Schulschiffe,

· Inspektion der Marinewaffen (InMWa), hervorgegangen aus dem Kommando der Marinewaffen, Dienstort Kiel, ab 1. März 1966 Wilhelmshaven, mit Marineartillerieschule und Marineunterwasserschule, Marineartillerieversuchsstelle, Marine-Ujagdversuchsstelle, Marinesperrwaffenversuchsstelle und Marinetorpedoversuchsstelle,

· Inspektion der Schiffstechnik (InSchT), hervorgegangen aus dem Kommando der Schiffstechnik, Dienstort Kiel, ab 1. Mai 1966 Wilhelmshaven, mit Technischen Marineschulen I und II und Schiffssicherungslehrgruppe,

· Inspektion der Marineführungsdienste (InMFü), hervorgegangen aus dem Kommando der Marineführungsdienste, Dienstort Wilhelmshaven, mit Marinefernmeldeschule, Marineortungsschule, Marinefernmeldeversuchsstelle und Marineortungsversuchsstelle,

· Inspektion der Marineversorgung (InMVers), hervorgegangen aus dem Dezernat Fachliche Versorgungsdienstgrundlagen des Kommandos der Flottenbasis, Dienstort Wilhelmshaven, mit Marineversorgungsschule und Marineküstendienstschule,

· Inspektion des Marinesanitätsdienstes (InMSan), hervorgegangen aus dem Kommando des Marinesanitätsdienstes, Dienstort Bonn, ab 1. April 1969 Wilhelmshaven, mit Schifffahrtmedizinischem Institut der Marine,

· Kommandant Stabsquartier Marineamt.

Weiterhin unterstanden dem Amtschef des Marineamts das Schiffsübernahmekommando, die Stammdienststelle der Marine und das Materialamt der Marine.

Zur weiteren Straffung der Organisation wurde am 31. Juli 1967 angeordnet, aus Teilen des Schiffsübernahmekommandos, der Inspektion der Marineführungsdienste, der Inspektion der Marinewaffen und des Kommandos Marineführungssysteme die Inspektion für Angelegenheiten der Marinerüstung zu bilden und in das Marineamt einzugliedern. Die Aufstellung erfolgte am 1. April 1968 (Aufstellungsbefehl Nr. 166 -Marine- vom 15. März 1968). Der Inspektion für Angelegenheiten der Marinerüstung wurden unterstellt: Am 4. Juni 1968 das Kommando der Marineführungssysteme, am 1. September 1968 die neu formierten drei Neubaukompanien in Bremen-Lesum, Rendsburg und Hamburg -die Kompanien entstanden durch Auflösung und Zusammenlegung der Neubauabteilungen des Schiffsübernahmekommandos und der Außenstellen der Marinestützpunktkommandos.

Diverse Marineversuchsstellen, im Einzelnen: Marineartillerieversuchsstelle, Marine-Ujagdversuchsstelle, Marinetorpedoversuchsstelle, Marinesperrwaffenversuchsstelle, Marinefernmeldeversuchsstelle, sowie Teile des Schiffsübernahmekommandos wurden zum Kommando für Truppenversuche der Marine umgegliedert und am 1. September 1968 ebenfalls der Inspektion für Angelegenheiten der Marinerüstung unterstellt (Aufstellungsbefehl Nr. 167 -Marine- vom 25. Juni 1968).

Mit Wirkung vom 1. Januar 1972 erweiterte sich der Stab des Marineamtes um die Teileinheit Beauftragter für Havarieuntersuchungen der Marine in Wilhelmshaven (Ergänzung 1 / 71 zum Aufstellungsbefehl Nr. 140 -Marine-).

Die am 1. Oktober 1965 mit der Auflösung des Kommandos der Flottenbasis geschaffene Organisation wurde 1973 / 1974 wieder aufgehoben. Mit Auflösung sämtlicher Inspektionen des Marineamts am 30. September 1973 gingen die Aufgaben der Inspektion für Angelegenheiten der Marinerüstung auf die Abteilung Rüstung über, die zusätzlich die rüstungsspezifischen Aufgaben der anderen Inspektionen übernahm. Das Marineamt war künftig lediglich für zukunftsorientierte Aufgaben und die Ausbildung des Personals zuständig und setzte sich nunmehr aus den Abteilungen Ausbildung, Rüstung und Marinesanitätsdienst sowie den Spezialabteilungen OSTAN, Geophysik und Werbung zusammen.

Die Abteilung Ausbildung verfügte über zwei Unterabteilungen:

· Ausbildungsgrundlagen und

· Ausbildungsfachbereiche.

· Diese Unterabteilungen lösten sich in den 70er Jahren bereits wieder auf. Nachdem der Fachstab der Marinefliegerdivision im April 1980 aufgelöst wurde und die Aufgaben dem Marineamt übertragen wurden, gliederte sich die Abteilung Ausbildung nunmehr in vier Gruppen:

· Allgemeine Grundlagen und Ausbildung

· Schiffstechnik, Versorgungs- und Küstendienst

· Waffen- und Führungsdienst sowie

· Marinefliegerdienst.

· Die Abteilung Ausbildung erarbeitet Grundlagen und Richtlinien für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Marine, plant und entwickelt Ausbildungsgänge für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften und steht in engem Kontakt zu den Universitäten der Bundeswehr und mit der Führungsakademie der Bundeswehr.

·

· Die Abteilung Rüstung hatte zunächst drei Unterabteilungen:

· Systeme

· Marinetechnik und

· Querschnittsaufgaben.

· Ebenso wie die Unterabteilungen der Abteilung Ausbildung wurden die der Abteilung Rüstung nach kurzer Zeit in Gruppen umgewandelt: Schwimmende Waffensysteme und Landführungsanlagen, Fliegende Waffensysteme, Luftfahrzeugtechnik, Waffentechnik Schiffe, Schiffstechnik, Führungsmitteltechnik. Die später in Marinerüstung umbenannte Abteilung wirkt in enger Zusammenarbeit mit dem Führungsstab der Marine und dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung an der Entwicklung und Beschaffung von Wehrmaterial für die Marine mit.

·

· Die Abteilung Marinesanitätsdienst setzte sich aus den folgenden Gruppen zusammen:

· Organisation und Fachausbildung

· Wehrmedizin und Hygiene

· Wehrzahnmedizin sowie

· Wehrpharmazie und Sanitätsmaterial.

· Der Abteilungsleiter Marinesanitätsdienst ist zugleich Admiralarzt der Marine, ihm unterstehen fachdienstlich alle Sanitätsoffiziere der Marine, die Sanitätslehrer an den Schulen der Marine, das Schifffahrtmedizinische Institut der Marine sowie die Taucherärzte der Marine.

·

· Der Spezialstabsabteilung OSTAN gehörten 1976 an:

· Dezernat OSTAN-Erstellung, Verteilung und EDV sowie die Gruppen Personal und Material mit vier bzw. fünf Dezernaten. In dieser Abteilung werden die personellen und materiellen Stärke- und Ausrüstungsnachweise (STAN) der gesamten Marine nach ökonomischen Prinzipien organisatorisch, methodisch und fachlich geplant.

·

· Die Spezialstabsabteilung Geophysik setzte sich aus folgenden Dezernaten zusammen:

· Ozeanographie

· Ozeanographische und Maritim-meteorologische Auswertung

· Datenauswertung und -verarbeitung sowie

· Ozeanographische Messgruppe.

Die Spezialabteilung Werbung verfügte über die Dezernate Nachwuchswerbung, Innenwerbung und Leiter der Laufbahnberatungsgruppe Nordsee und war außerdem zuständig für die Ausstellung "Unsere Marine" und die Bildstelle der Marine. Später erfolgten Umbenennungen der Abteilung Werbung in Werbung / Zeremoniell bzw. Information.

Als Vorbereitung zur Aufstellung des Marineunterstützungskommandos zum 1. Oktober 1974 als zentrale Stelle für die Unterstützungsaufgaben der Marinestreitkräfte bildete man zum 1. Oktober 1973 zusätzlich die Abteilung Betrieb. Bis zur Aufstellung des Marineunterstützungskommandos war diese dem Marineamt zugeteilt.

Gemäß Dienstanweisung für den Amtschef des Marineamtes vom 10. August 1984 unterstanden dem Amtschef Marineamt truppendienstlich (nur im Frieden)

· die Kommandeure aller Schulen der Marine,

· der Kommandeur der Marinefliegerlehrgruppe,

· der Kommandeur der Seemannschaftslehrgruppe,

· der Kommandeur des Kommandos Marineführungssysteme,

· der Kommandeur des Kommandos für Truppenversuche der Marine und

· der Leiter des Schifffahrtmedizinischen Instituts der Marine;

·

· truppendienstlich und für den Einsatz

· der Leiter der Stammdienststelle der Marine,

· die Kommandeure der Schiffstammbataillone für den Personalersatz,

· die Kommandeure der Schiffstammbataillone für Grundausbildung,

· der Rechtsberater - Stabsoffizier.

·

· Die Gliederung des Marineamts 1988 gestaltete sich wie folgt:

· A 1 - A 4

· Abteilung Verwaltung

· Truppenverwaltung

· Kommandant Stabsquartier

· Spezialstabsabteilungen OSTAN, Geophysik, Werbung

· Abteilung Marineausbildung

· Gruppe Querschnittsaufgaben

· Gruppe Schiffstechnischer Dienst, Logistik, Stabsdienst, Kfz-Dienst, Marinesicherungsdienst

· Gruppe Marineführungsdienst, Marinewaffendienst, Rüstungsvorhaben

· Gruppe Marinefliegerdienst

· Gruppe Ausbildungsunterstützung für fremde Marinen

· Gruppe Wissenschaftliche Beratung, Didaktik, Methodik, Ausbildungsmedien

· Abteilung Marinerüstung

· Planungsbereich

· Gruppe Systeme und Integration

· Gruppe Führungsmittel

· Gruppe Marineflieger

· Gruppe Sensoren und Effektoren

· Gruppe Schiffstechnik und allgemeines Wehrmaterial

· Abteilung Marinesanitätsdienst

· Gruppe Wehrmedizin und Hygiene

· Gruppe Wehrzahnmedizin

· Gruppe Organisation und Fachausbildung

· Gruppe Wehrpharmazie / Lebensmittelchemie / Sanitätsmaterial

Das Kommando Marineführungssysteme und das Kommando für Truppenversuche der Marine wurden per Organisations-Änderungsweisung Nr. 1 / 92 -Marine- vom 16. Juni 1992 aus dem Kommandobereich des Marineamtes herausgelöst und ins Marineunterstützungskommando eingegliedert. Die Abteilung Marinerüstung wurde aus dem Stab des Marineamtes herausgelöst und als Abteilung V - Marinerüstung in den Stab des Marineunterstützungskommandos integriert.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1992 (Organisations-Änderungsweisung Nr. 3 / 92 -Marine-) trat ein Unterstellungswechsel der beiden Marinemusikkorps Ostsee / Nordsee aus dem Bereich des Marineunterstützungskommandos in den Bereich des Marineamtes in Kraft.

Auf der Grundlage des Berichtes über die Neuordnung des Marinesanitätsdienstes wurde zum 1. Oktober 1993 gemäß der Organisations-Änderungsweisung Nr. 4 / 92 -Marine- vom 16. September 1992 der Unterstellungswechsel des landgebundenen Sanitätsdienstes der Marine aus dem Bereich des Marineunterstützungskommandos in das Marineamt unter dem Admiralarzt der Marine vorgenommen.

Im Rahmen der Umgliederung der Marine zur Marine 2005 wurde das Marineamt aufgrund der Organisations-Änderungsweisung Nr. 1 / 96 -Marine- mit Wirkung vom 15. Dezember 1997 von Wilhelmshaven zum Standort Rostock verlegt. Es ist für die Ausbildung in der Marine zuständig, für die Personalführung aller Unteroffiziere und Mannschaften, für Öffentlichkeitsarbeit und den Sanitätsdienst. Außerdem ist es für die logistische Unterstützung des Betriebs der Marine und die Wahrnehmung aller in die Zuständigkeit der Teilstreitkraft fallenden Angelegenheiten der Marinerüstung verantwortlich. Unterstellt sind dem Marineamt alle Marineschulen einschließlich Schiffsicherungslehrgruppe und das Segelschulschiff GORCH FOCK, zwei Marinemusikkorps, die Leitenden Sanitätsoffiziere, das Schifffahrtmedizinische Institut und das Marinesicherungsregiment.

Ziel der "Erneuerung der Bundeswehr von Grund auf" ab 2000 ist die Weiterentwicklung des Gesamtsystems Streitkräfte zu einem schnell verfügbaren, flexiblen und hochwirksamen Instrument deutscher Sicherheits- und Außenpolitik. Das "neue" Marineamt wird sich trotz gleichbleibenden Namens deutlich vom früheren Marineamt unterscheiden und künftig die Bereiche Marinelogistik und Marineausbildung führen. Zum 1. Oktober 2001 wurde der Stab Marineunterstützungskommando mit dem Stab Marineamt zunächst in einer Zwischenlösung zusammengeführt. Das Marineamt wird bis auf wenige Aufgabenbereiche am Standort Rostock stationiert. Dem Marineamt direkt unterstellt waren / sind das Kommando Marineführungssysteme, das Kommando Truppenversuche Marine, die Marinestützpunkte sowie die Schulen der Marine und - zeitlich befristet - die Stammdienststelle der Marine. Diese wurde im Oktober 2006 mit den Stammdienststellen der Luftwaffe und des Heeres zur Stammdienststelle der Bundeswehr zusammengefasst.

Marineamt Amtschefs:

KAdm Obermaier, Albrecht 01.10.1965 - 31.03.1966

KAdm Kuhnke, Günther 01.04.1966 - 30.09.1972

KAdm Luther, Günter 01.10.1972 - 31.03.1975

KAdm Ites, Dr. Otto 01.04.1975 - 30.09.1977

KAdm Geffers, Dr.-Ing. Horst 01.10.1977 - 31.03.1985

KAdm Braun, Dieter Franz 01.04.1985 - 31.03.1988

KAdm Weyer, Hein Peter 01.04.1988 - 30.09.1991

KAdm Geier, Jürgen 01.10.1991 - 1996

KAdm Lüssow, Hans 1997 - 1998

KAdm Ropers, Frank 1998 - 2000

KAdm Nolting, Wolfgang 2000 - 2003

KAdm Otto, Ulrich 02.2003 - 12.2007

KAdm Schimpf, Axel seit 01.2008

Marineamt Stellvertreter / Chefs des Stabes:

KZS Verlohr, Wilhelm 01.10.1965 - 31.03.1967

KZS Ostertag, Reinhart 01.04.1967 - 31.03. 1968

FltAdm Schreiber, Gert 01.04.1968 - 31.03.1971

FltAdm Ites, Dr. Otto 01.04.1971 - 31.03.1975

FltAdm Wenig, Horst 01.04.1975 - 31.03.1980

FltAdm Oehlke, Horst 01.04.1980 - 31.12.1981

FltAdm Werner, Alfred 01.01.1982 - 30.09.1984

FltAdm Remde, Friedrich 01.10.1984 - 31.03.1986

FltAdm Fischer, Dr. Kurt 01.04.1986 - 30.09.1988

FltAdm Christmann, Hansdieter 01.10.1988 - 30.09.1990

FltAdm Geier, Jürgen 01.10.1990 - 30.09.1991

KZS Jancke, Klaus 01.10.1991 - 25.03.1992

KZS Dingeldein, Klaus 26.03.1992 - 31.12.1994

KZS Hecker, Klaus 01.01.1995 - 1996

KZS Gennert, Hans-Jürgen 1997 - 2001

KZS Schultz, Klaus-Dieter 2001 - 2002

FltAdm Haß, Herbert 2002 - 12.05.2006

FltAdm Kolletschke, Dr.-Ing. Horst-Dieter seit 06.2006

Inhaltliche Charakterisierung

Admiralgespräche; Ausbildungsunterstützungen; Auslands-Ausbildungsreisen; Aus- und Fortbildung; Elektronische Kampfführung; Ereignisse an den Schulen der Marine; Fernmeldewesen; Haushalt; Informationstechnik; Instandhaltung; Kommandeurtagungen; Kommandobefehle; Kommunikationselektronik; Kontakte Bundesmarine und NVA 1990; Lebenslaufakten außer Kraft gesetzter Technischer Dienstvorschriften; Marinesicherung; Militärische Zustandsberichte; Personalbearbeitung; STAN; Studienergebnisse Dornier System; Technische Konzepte (u.a. Fregatte 124); Truppenbesuche Amtschef; Truppenversuche; Untersuchungen Waffensysteme

Wenige Verschlusssachen

Erschließungszustand

Abgabeverzeichnis; unbearbeitet

Umfang, Erläuterung

VS-Anteil: 313 AE, 6,2 lfm

Zitierweise

BArch BM 2/...

Related Units of Description

  • Amtliche Druckschriften

  • BMD 4

  • Literatur

  • Hans H. Hildebrandt, Albert Röhr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe, Herford, 1983

  • Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955 ¿ 1995, Norderstedt, 1996

This description is derived directly from structured data provided to EHRI by a partner institution. This collection holding institution considers this description as an accurate reflection of the archival holdings to which it refers at the moment of data transfer.