Kuckhoff, Greta

Identifier
N 2506
Language of Description
German
Dates
1 Jan 1878 - 31 Dec 1983
Level of Description
Collection
Languages
  • German
Source
EHRI Partner

Extent and Medium

Nachlässe

341 Aufbewahrungseinheiten

7,2 laufende Meter

Creator(s)

Scope and Content

Geschichte des Bestandsbildners

geb. 14. Dez. 1902 in Frankfurt/Oder, gest. 11. Nov. 1981 in Berlin, Präsidentin der Deutschen Notenbank

1924-1929 Studium der Volkswirtschaft in Berlin und Würzburg sowie der Soziologie an der Universität Wisconsin/Madison (USA), Abschluss als Dipl.-Volkswirtin, 1928/29 "honorary fellow" der soziologischen Fakultät und Assistentin von Edward A. Ross, nach Rückkehr aus den USA freiberufliche Sprachlehrerin und Übersetzerin für englisches und amerikanisches Wirtschaftsrecht, 1930-1932 Assistentin bei einem Züricher Rechtsanwalt, danach Lehrerin für amerikanisches Wirtschaftsrecht in Berlin und wissenschaftliche Assistentin von Prof. Karl Mannheim am Institut für Sozialforschung Frankfurt/Main, 1933 Studienaufenthalt an der London School of Economics, nach 1933 Dolmetscherin im Rassepolitischen Amt der NSDAP, Mitglied der Widerstandsorganisation "Rote Kapelle", 1942 verhaftet und 1943 wegen "Beihilfe zur Vorbereitung zum Hochverrat" vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt, später zu 10 Jahren Zuchthaus begnadigt, 1944/45 Haft in den Zuchthäusern Cottbus und Waldheim, 1945 Leiterin der Amtsstelle für die entnazifizierten und herrenlosen Betriebe, 1945/46 Stellvertretende Leiterin des Ernährungsamtes in Berlin, 1946 KPD/SED, ab 1947 stellvertretende Vorsitzende der Stadtleitung des Kulturbundes Berlin, 1948/49 Mitglied des Sekretariats der Deutschen Wirtschaftskommission, 1949 Aufsichtsratsmitglied im Verband Deutscher Konsumgenossenschaften, 1949/50 Leiterin der Hauptabteilung Wirtschaftspolitik im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, 1949-1958 Abgeordnete der Volkskammer, 1950-1958 Präsidentin der Deutschen Notenbank mit Sitz und Stimme im Ministerrat, 1958 nach Konflikten mit der SED-Führung aus "gesundheitlichen Gründen" ausgeschieden, ab 1964 Vizepräsidentin des Friedensrates der DDR und Mitglied des Weltfriedensrates, 1963-1975 Präsidentin der Deutsch-Britischen Gesellschaft, 1967 Vizepräsidentin der Liga für Völkerfreundschaft

2011

Bearbeitungshinweis

Der Nachlass Greta Kuckhoff liegt geordnet und verzeichnet vor, ist in BASYS-S erfasst und über ein Findbuch zugänglich.

2014

Bestandsbeschreibung

Bestandsgeschichte: Aug. 1981 Nachlass-Übereignungsvertrag mit Greta Kuckhoff, Übernahmen Juni 1981, Sept. 1991, Juni 2003

Inhaltliche Charakterisierung

Enthält v.a.:

Tätigkeit als stellvertretende Leiterin der Abteilung für Ernährung beim Magistrat von Berlin, bei der Deutschen Wirtschaftskommission, als Hauptabteilungsleiterin im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, als Präsident der Deutschen Notenbank, als Vizepräsidentin des Friedensrates, Präsidentin der Deutsch-Britischen Gesellschaft, im Kulturbund, im Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer,

umfangreiche Korrespondenzen, Haftbriefe, Rundfunkmanuskripte, Aufsätze, Reden und Vorträge, Erinnerungsarbeit Adam Kuckhoff, Traditionspflege durch Namensträger, Dienst- und Urlaubsreisen, autobiografischer Roman "Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle", auch Unterlagen aus dem Nachlass des Sohnes, Ule Kuckhoff

Erschließungszustand

Online-Findbuch

Zitierweise

BArch N 2506/...

Related Units of Description

  • Fremde Archive

  • Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig:

    • Nachlass Adam Kuckhoff
  • Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv

  • DN 6 Deutsche Notenbank

  • DY 13 Liga für Völkerfreundschaft

  • DZ 9 Friedensrat der DDR

  • Literatur

  • Greta Kuckhoff: Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle, Berlin 1972

  • R. Griebel, M. Coburger, H. Scheel: Erfaßt? Das Gestapo-Album zur Roten Kapelle. Eine Fotodokumentation, Halle 1992

  • Hans Coppi, J. Danyel, J. Tuchel: Die Rote Kapelle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Berlin 1994

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